Die Körperfresser kommen, oder: Wie man’s nicht macht 01

Vor kurzem (oder ist dass jetzt gar nicht mehr so kurz her?) werkelte ich an der Tankauflage meines Lieblingsprojektes herum. Der rote Tod hatte sich ihr schon besorgniserregend genähert, ich bin gerade noch rechtzeitig gekommen um dass Schlimmste zu verhindern, und so beschloss ich (dieser Prozess zog sich über eine nicht unerhebliche Zeitspanne und ist vielleicht mal einen eigenen Eintrag wert) mich zu einer Blechtransplantation.

Nachdem ich die Tankauflage rechts (Porsche Artikelnummer 901 501 024 23, 109,-€ bei Mittelmotor), die ungefähr einen Meter lang ist, auf das erforderliche Mass von zirka 20 cm gekürzt, den ollen Rotz rausgetrennt und dass neue Organ zugeschnitten hatte, blieb noch ein letzter aber entscheidender Schritt – vor dem Einschweissen muss erstmal die Farbe am Rand runter, sonst wird dass nix.

Da mir immer noch kein dritter Arm gewachsen ist habe ich das Transplantat in den Schraubstock gespannt und mich mit der Flex über die Kanten hergemacht. Ok, der Fachmann weiss natürlich dass der Umgang mit der „Flex“ immer mit Vorsicht vonstatten zu gehen hat (insbesondere bei Verwendung einer Zopfbürste) und so trug ich selbstverständlich meine PSA (Persönliche SchutzAusrüstung, is‘ nich‘ von mir sondern von der BerufsGenossenschaft (der Begriff – nicht die Ausrüstung)). Letztere bestand aus:

  • Schutzbrille (schützt nebenbei außer den Augen auch die Brille und könnte somit auch als Brillenschutz bezeichnet werden)
  • Jehörschutz (Mikeymaus)
  • Handschuhen und
  • einem zum Glück widerstandsfähigen Arbeitsanzug

DENN – was dem einen oder anderen auch schon aufgefallen sein wird: So eine Zopfbürste hat die fatale Eigenschaft sich bei Fehlbedienung, sprich Unaufmerksamkeit im Millisekundenbereich, blitzschnell und zwar schlagartig an blechernen Kanten zu verhaken, was dann zu ungeahnter Eigendynamik des Werkzeugs führt.

Zum Glück hat der Reisssverschluss das Biest gerade noch rechtzeitig zum Stillstand gebracht. Ansonsten hätte ich jetzt wahrscheinlich einen Grund für ein Bauchtatoo:

Vorsicht mit die Flex

Die Hauptsache ist aber, dass die Flex noch geht und das Blech keinen Schaden genommen hat. Anzüge hab‘ ich schliesslich noch und gutes Heilfleisch auch.

Merke: Bei dünnen Blechen möglichst nur längs zur Kante und NICHT senkrecht dazu bürsten.

Bis neulich.

Ach ja – eingeschweisst ist das Blech leider noch nicht, Schutzgas war alle…….

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3 Antworten zu Die Körperfresser kommen, oder: Wie man’s nicht macht 01

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