Kleine Waffenkunde

Aus WP: „Das Schwert ist eine Hieb- und Stichwaffe mit gerader oder gebogener, ein- oder zweischneidiger Klinge, Griff und, je nach Epoche und Herkunftsland, Parierstange und Knauf. Das Wort „Schwert“ ist aus dem althochdeutschen Wort swert oder auch swerd entstanden. Der Ursprung dieses altgermanischen Substantivs ist jedoch unbekannt.“

Unter Porscheschraubern werden so aber auch die Teile der Hinterradaufhängung bezeichnet, die im Porsche Ersatzteilkatalog als Hinterachsstrebe (Nr. 25) zu finden sind.

Nach Jahrzenten des Gebrauchs erweisen sich diese „Schwerter“ als Problemkinder, nämlich wenn es darum geht, die ausgelutschten Lagergummis, die werksseitig aufvulkanisiert sind, zu erneuern.

Das Gummi runterzukriegen ist ein ziemlicher Krampf. Die nicht zu empfehlende Variante ist das – wenn auch unter bestimmten Gesichtspunkten spektakuläre – Abbrennen, bei dem den Gummis mit einem Schweissbrenner auf die Pelle gerückt wird. Pyromanen werden diese Variante präferieren, ich beschreibe einen lungenfreundlicheren Weg.

Das Werkzeug:

  • Die Flex (ja ich gestehe, dass der Eindruck entstehen könnte es handele sich um mein Lieblingswerkzeug)
  • Eine Zopfbürste für selbige (…)
  • Eine Bügelsäge
  • Ein Teppichmesser
  • Die PSA

Das Vorgehen:

Zunächst sägt man die alten Gummis in möglichst großzügigen Portionen ab (ungefähr sechs bis acht Stücke, die logischerweise immer kleiner werden).

Anschließend schneide man soviel vom verbleibenden Gummi mit dem Teppichmesser runter wie möglich (Küchenerfahrung mit diversen Fleischsorten kann hier nützlich sein).  Dabei möglichst wenige Kratzer ins Metall ritzen. Die wären zwar nicht schlimm , sehen aber unschön aus.

Die verbleibenden Gummireste sowie alte Farbe und Korrosionsprodukte (die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorhanden sind) fallen dem guten alten Winkelschleifer (wer aufgepasst hat weiss was ich meine) mit der allgegenwärtigen Zopfbürste zum Opfer. Das Ganze dauert, über den Daumen gepeiltt, ein bis anderthalb Stunden für beide Hieb- und Stichwaffen und sieht dann so aus:

Als Beschichtung empfehle ich eine Melange aus Grundierung und einem satten Überzug aus Schwarz-seidenmatt (ausnahmsweise aus der Dose). Pulverbeschichten spare ich mir hier, erstens wegen des Aufwands und zweitens weil auf die gereinigten Stümpfe auch wieder Lagergummis draufmüssen. Und ob sich das mit der zwar (im Vergleich mit Sprühlack) sehr dicken aber auch nicht besonders harten Pulverbeschichtung auf Dauer verträgt, möchte ich nicht ausprobieren.

Bilder der besprühten und mit neuen Gummis bestückten Hinterachsstreben gibt es dann demnächst hier im Schrauberblog ihres Vertrauens.

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